Piercing-Arten
Welche Stellen wir stechen, wie lange sie heilen und worauf es bei jeder ankommt.
Ohr
Die meisten Piercings sitzen am Ohr — und die meisten davon im Knorpel. Der braucht deutlich länger als das Läppchen, weil er schlechter durchblutet ist.
Ohrläppchen
6–8 WochenWeichgewebe, heilt am schnellsten.
Helix
6–12 MonateÄußerer Ohrrand, Knorpel.
Industrial
6–12 MonateZwei Löcher, ein Stab. Sitzt nur bei passender Ohrform sauber — wir schauen vorher.
Tragus
6–12 MonateKnorpelvorsprung vor dem Gehörgang.
Conch
6–12 MonateOhrmuschel, innen.
Daith
6–12 MonateInnerer Knorpelbogen.
Rook
6–12 MonateKnorpelfalte oberhalb des Daith.
Gesicht
Gut sichtbar und entsprechend unnachsichtig, was Platzierung und Winkel angeht.
Nasenflügel
3–6 MonateSeptum
6–8 WochenSitzt in der Hautfalte, nicht im Knorpel.
Augenbraue
2–4 MonateLippe / Labret
6–8 WochenMedusa
6–8 WochenMittig in der Oberlippenrinne.
Monroe
6–8 WochenSeitlich über der Oberlippe.
Mund
Mundpiercings heilen schnell, brauchen dafür aber die konsequenteste Pflege — nach jeder Mahlzeit spülen.
Zunge
4–6 WochenZungenbändchen
Nur bei ausreichend ausgeprägtem Bändchen möglich.
Smiley
Lippenbändchen. Sitzt nah an den Zähnen — Zahnschmelz im Blick behalten.
Körper
Längere Heilung, mehr Reibung durch Kleidung — hier lohnt Geduld besonders.
Bauchnabel
6–12 MonateEnge Hosenbünde verzögern die Heilung.
Brustwarze
6–12 MonateErst ab 18 Jahren.
Oberflächenpiercing
Sitzt flach unter der Haut und wird vom Körper leichter abgestoßen als andere Stellen.
Die Liste ist nicht abschließend — frag einfach nach, wenn deine Stelle nicht dabei ist. Die Heilungszeiten sind Erfahrungswerte; wie lange es bei dir tatsächlich dauert, hängt an Pflege, Stelle und Körper. Ausführlich steht das in der Pflegeanleitung.
Altersgrenzen
Ab 16 Jahren — unter 18 nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten und mit dessen schriftlichem Einverständnis. Ausweise von beiden bitte mitbringen.
Intim- und Brustwarzenpiercings stechen wir grundsätzlich erst ab 18 Jahren, ohne Ausnahme.
Schmuck aussuchen
Womit gestochen wird und was danach hineinkommt — beides gehört zusammen.