Stile
Was die Begriffe bedeuten — und welche Handschriften gerade im Studio vertreten sind.
Diese Liste erklärt die gängigen Stile. Welche davon wir stechen, hängt daran, wer gerade im Studio arbeitet — die Artist-Profile sagen es dir genau. Deinen Stil nicht gefunden? Frag trotzdem an.
Fineline
Im StudioFeine, durchgehende Linien, kaum Fläche.
Sehr dünne Nadelgruppen, wenig bis keine Schattierung. Lebt von sauberer Linienführung — und davon, dass das Motiv nicht zu klein gewählt wird: Zu eng gesetzte feine Linien laufen über die Jahre ineinander.
In diesem Stil anfragenBlackwork
Im StudioGroße schwarze Flächen, harter Kontrast.
Vom geometrischen Muster bis zur vollflächigen Schwärzung. Weil kaum Farbverläufe im Spiel sind, altert Blackwork meist gut — verlangt aber eine Vorlage, die auch als reine Schwarz-Weiß-Form funktioniert.
In diesem Stil anfragenBlack & Grey
Im StudioGrauabstufungen ohne Farbe.
Tiefe entsteht über Schattierung statt über Farbe. Klassisch für Porträts und Realistik, weil sich Übergänge feiner steuern lassen als mit Buntpigmenten.
In diesem Stil anfragenRealistic
Im StudioFotografische Vorlage, fotografisches Ergebnis.
Porträts, Tiere, Gegenstände. Steht und fällt mit der Vorlage: Ein unscharfes Foto ergibt kein scharfes Tattoo. Braucht Fläche — realistische Motive in Streichholzschachtelgröße gehen selten gut aus.
In diesem Stil anfragenOld School
Im StudioDicke Linien, klare Farben, feste Bildsprache.
Der traditionelle amerikanische Stil: kräftige Umrisse, begrenzte Palette, Motive mit Geschichte — Anker, Schwalben, Rosen. Altert von allen Stilen am nachweislich besten, weil Linie und Fläche bewusst grob gesetzt sind.
In diesem Stil anfragenNew School
Im StudioComichaft, überzeichnet, farbstark.
Übertriebene Proportionen, kräftige Farben, viel Bewegung im Motiv. Näher an der Illustration als an der Vorlage.
In diesem Stil anfragenNeotraditional
Im StudioOld School mit mehr Detail und Tiefe.
Behält die kräftigen Umrisse, erlaubt aber feinere Schattierung und eine größere Farbpalette. Häufig bei Tier- und Pflanzenmotiven.
In diesem Stil anfragenJapanisch
Im StudioGroße zusammenhängende Motive nach fester Bildordnung.
Irezumi denkt in Körperpartien statt in Einzelmotiven: Drache, Koi oder Welle stehen in einer Komposition mit Wind- und Wasserflächen. Fast immer ein Projekt über mehrere Sitzungen.
In diesem Stil anfragenLettering
Im StudioSchrift als Motiv.
Von Kalligrafie bis Chicano-Schrift. Der Text steht fest, bevor die Nadel ansetzt — Tippfehler sind der häufigste Grund für ein späteres Cover-up. Wir schicken die Vorlage vorher zum Lesen.
In diesem Stil anfragenOrnamental
Im StudioMuster, die der Körperform folgen.
Mandalas, Ornamente, Bordüren. Wird nicht auf den Körper gelegt, sondern um ihn herum entworfen — deshalb entsteht die endgültige Vorlage oft erst am Termin selbst.
In diesem Stil anfragenDotwork
Im StudioAus Punkten aufgebaut statt aus Flächen.
Schattierung entsteht über die Dichte der Punkte. Zeitaufwendig, dafür sehr gleichmäßig in der Wirkung. Wird häufig mit Ornamental kombiniert.
In diesem Stil anfragenMaori & Tribal
Im StudioFlächige Schwarzmuster mit fester Formensprache.
Starke, ineinandergreifende Schwarzformen. Bei polynesischen Motiven gehört zur Beratung, welche Formen kulturell belegt sind und welche frei verwendet werden können.
In diesem Stil anfragenCover-up
Im StudioEin neues Motiv über einem alten.
Kein Stil, sondern eine Aufgabe: Das alte Tattoo gibt vor, wie dunkel und wie groß das neue werden muss. Am besten mit Foto anfragen — aus der Ferne lässt sich das sonst nicht einschätzen.
In diesem Stil anfragen
Unsicher, was zu dir passt?
Das ist der Normalfall. Beschreib in der Anfrage einfach, was dir gefällt — die Einordnung in einen Stil ist unsere Aufgabe, nicht deine.